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Resistenzgene der Rebe gegen Oidium

Die REN- und RUN-Gene sind genetische Resistenzen der Weinrebe gegen den Echten Mehltau (Erysiphe necator, auch bekannt als Oidium). Während RUN für Resistance to Uncinula necator (einem früheren wissenschaftlichen Namen des Pilzes) steht, bezieht sich REN auf Resistance to Erysiphe necator. Diese Gene ermöglichen es pilzresistenten Rebsorten (PIWIs), den Erreger des echten Mehltaus (Oidium) abzuwehren.
Das Gen REN 1 stammt ursprünglich von der asiatischen Wildrebe Vitis romanetii.Es ist z.B. in der Sorte Kismish vatkana enthalten. Es ist auf Chromosom 13 der Rebe. Derzeit ist es noch nicht in aktuellen neuen pilztoleranten Sorten enthalten, aber zahlreiche Züchter arbeiten bereits damit.
Die Gene REN 3 und REN 9 kommen in nahezu allen pilztoleranten Rebsorten vor. Der Ursprung liegt auf der amerikanischen Sorte Munson und zwar auf Chromosom Nr. 15. Die weiteste Verbreitung hat es schon vor Jahren über die Rebsorte Regent gefunden. Da viele Folgekreuzungen mit Regent gemacht wurden, sind diese beiden Gene fast überall zu finden. Dies erhöht die Gefahr des Auftretens von Kreuzresistenzen des Schdpilzes bei unterschiedlichen Rebsorten, wenn der Schadpilz mutiert. Daher ist es besonders wichtig, weitere anders wirksame Resistenzgene einzukreuzen.
Dazu zählt derzeit vor allem das Gen RUN 1. Es kommt von Vitis Muscadinia rotundifolia und ist auf Chromosom 12 der Rebe. Seine Wirkung ist sehr stark und übertriift die der beiden mittelstarken Gene REN 3 und REN 9. Daher arbeiten die Rebzüchter derzeit sehr häufig damit. Es ist bereits in den folgenden neuen Rebsorten enthalten:
 
Schadbilder der HGU Geisenheim von Oidium (Externer Link), Download PDF
 

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