Bisher sind 3 Resistenzgene gegen die Schwarzfäule der Rebe bekannt. RGB bedeutet Resistenzen gegen Guignardia bidwellii. RGB 1 und RGB 3 sind auf Chromosom Nr. 14 der Rebe verankert und kommen daher auch oft gemeinsam vor. Während die Züchter daher oft nur die Einstufung "RGB" in den Sortenbeschreibungen vornhamen, haben die Erkenntnisse der jüngsten Zeit zutage gebracht, das die beiden "Subgene" eine unterschiedliche Wikrung haben. RGB 1 hat einen etwa 30% igen Wirkungsgrad gegen Schwarzfäule am Blatt. Dagegen hat RGB 3 einen ca. 80% igen (!) Wirkungsgrad gegen Schwarzfäule an der Traube und ist somit noch wichtiger für den Winzer. Schwarzfäule ist vor allem in Steillagen auf dem Vormarsch, wo wegen vieler Drieschen ein hoher Infektionsdruck herrscht. Da sie bisher mit den gleichen Pflanzenschutzmitteln wie gegen Peronospora quasi gratis bekämpft wird, besteht bei dem generell geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei Piwis das Risiko, dass Schwarzfäule sich "ungehindert" verbreitet. Daher sollten alle künftigen neuen pilztoleranten Rebsorten auch zugleich die Schwarzfäule-Toleranz in sich tragen.Daher findet derzeit ein regelrechter Wettbewerb unter den Züchtern statt, schnellstens die RGB-Toleranzen "einzubauen".
RGB 2 findet sich auf einem Locus des Chromosoms Nr. 16.
Sorten wie Calardis blanc, Felicia und einige Sorten des RESDUR-Programms enthalten sowohl RGB 1 als auch RGB 3 und sind deshalb besonders interessant und auch als Kreuzungspartner für künftige Sorten beliebt.
Schadbilder der Schwarzfäule (C) HGU Geisenheim externer Link Download als PDF