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Rebenproduktion im Jahresverlauf

Produktionsschritt 11 Der erste neue Austrieb in der Rebschule

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Jetzt ist die besonders kritische Phase für die Jungreben. Nicht nur die bis zu den Eisheiligen dauernde Frostgefahr sondern auch die Witterung, Wärme oder Regen sind jetzt wichtig.

Jetzt entscheidet sich, ob die Kraft der Jungreben auch für den zweiten Austrieb in der Rebschule ausreicht....

Alles hängt davon ab, ob im Holz des Edelreises und der Unterlage noch ausreichende Reservestoffe schlummern.

Die Rebschulfolie leistet einen erheblichen Beitrag. Scheint die Sonne erwärmt sich die schwarze Folie und der Boden darunter stark und regt das Wurzelwachstum an.

Zugleich verhindert die Folie eine übermäßige Verdunstung der Wassergabe, die über den Tropfschlauch gegeben wird.

Außerdem verhindert die Folie das Auflaufen von Unkraut und damit eine Konkurrenz für die Reben. Allerdings kann sie nicht das Keimen des Unkrauts in den Folienlöchern verhindern, das in der nächsten Zeit nur mühsam von Hand gerupft werden kann.

Übrigens muss die Rebschulfläche spätestens nach drei Jahren gewechselt werden, weil sonst die Reben wegen der auftretenden "Rebenmüdigkeit" des Bodens nicht kräftig genug werden könnten.

Um das Risiko von Frost- oder Hagelschäden zu verteilen haben wir unsere Rebschulen meist in verschiedenen Gemarkungen stehen. So sind es aktuell die Gemarkungen Bensheim, Auerbach, Einhausen, Fehlheim, Riedrode und Lorsch.

Ungebetene Gäste sind in dieser Zeit vor allem auch Hase, Kaninchen, Rehe und gar Wildschweine, die das frische Grün lieben. Neue Schädlinge sind die besonders intelligenten Krähen, die die Folie aufpicken um an die darunter liegenden Tropfschläuche mit frischem Wasser zu gelangen. Die undichten Stellen müssen dann mühsam gesucht und geflickt werden.

In dieser Phase kann der Rebveredler schon frühzeitig erkennen, ob eine Partie gleichmäßig und geschlossen austreibt, oder ob es "Hängebleiber" gibt. Meist ist ein gleichmäßiger Austrieb schon ein deutlicher Hinweis auf ein später gutes Ausschulergebnis.

Auch erste Bodenbearbeitungen finden in dieser Phase statt, um Unkrautkonkurrenz zu unterbinden.

Ein Rebveredler schaut übrigens "quer" durch die Reihen, um zu sehen ob eine Partie erfolgreich wird. In Längsrichtung würde man nur Grün sehen und nicht die Ausfälle dazwischen.

Übrigens nutzt man für die Rebschule bestimmte Rebschulparaffine als Austrocknungsschutz, die mit Zähigkeit und Schmelzpunkt auf Rebschulbedingungen abgestimmt sind.

 

Hinweis zur Website traubenshow.de  Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Gewerbetreibende (B2B), nicht an Endverbraucher.
 
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