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Donauriesling (pilztolerant)

Die pilztolerante weiße Rebsorte Donauriesling ist eine Kreuzung aus dem Jahr 1978 aus Riesling × Fr 589-54 (Seyve Villard 12-481 × Freiburg 153- 39 (Pinot Gris × Weißer Gutedel)) unter der Leitung von Ferdinand Regner an der "Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau" in Klosterneuburg. 1990 sollten die geringen Bestände gerodet werden. Man hat sich dann doch noch für den Erhalt der Sorte entschieden.
 

Der Wuchs ist mittel bis aufrecht und stark. Eine Besonderheit der Sorte sind die 4 bis 5-gliedrigen Ranken. Die sehr welligen Blätter haben eine stark überlappende v-förmige Stielbucht. Die Trauben sind mittelgroß, semikompakt in Zylinderform. Sie haben 1 bis 3 Flügel.
Der Austriebszeitpunkt ist spät. Auch der Reifepunkt ist spät (daher "Riesling"). Der Ertrag liegt noch über dem Riesling.
 
 

Donauriesling besitzt eine sehr gute Winterfrostfestigkeit, eine sehr gute Resistenz gegen  und Oidium und gute Resistenz gegen Botrytis. Er hat eine geringe Neigung zum Platzen der Beeren nach Herbstniederschlägen und verträgt gut Trockenheit. Eine Stärke des Donaurieslings in puncto Weineigenschaften ist die ausgesprochene Kleinbeerigkeit, welche hinsichtlich des Extrakts erhebliche Vorteile bringt.[4]

Nachteilig ist die späte Reife der Sorte und dass die Beeren empfindlich gegen Hitze sind (Sonnenbrand).

Die Sorte Donauriesling hat eine sehr gute Winterfrostfestigkeit und hat nach Züchterangaben eine sehr gute Resistenz gegen Peronospora und Oidium sowie eine gute Resistenz gegen Botrytis wegen der lockeren Traube mit kleinen Beeren. Dies ermöglicht ein schnelles Abtrocknen nach Niederschlägen und verhindert dadurch Aufplatzen und Fäulnis.

Die späte Reife der Sorte erfordert einen sehr guten Standort. Die Beeren sind wohl leider relativ empfindlich gegen Sonnenbrand.

Allerdings konnte die Empfindlichkeit des Rheinrieslings bei Sonnenbrand nicht ganz „weggezüchtet“ werden. Die Reife ist ähnlich spät wie beim Rheinriesling und die Säure ist ebenfalls sehr beständig. Die fruchtigen Jungweine müssen wegen ihres Säurereichtums daher länger reifen, bevor sie konsumiert werden können. Diese Tatsache ist auch ein wichtiges Kriterium im aktuellen Klimawandel. Späte Reife bedeutet eine Endreife unter kühleren Temperaturen und daher intensiverer Aromabildung. Die wichtigsten Aromasubstanzen in Rheinriesling-Weinen stellen Terpene dar, welche im Donauriesling noch verstärkt vorkommen. Die phenolische Struktur von Weinen und Moste der Sorte unterscheiden sich von der Elternsorte nur ganz geringfügig. Die Weinqualitäten wurden in Klosterneuburg sensorisch jahrelang geprüft und oftmals gleich gut und manchmal auch besser als Rheinriesling beurteilt. Die Hauptrichtung der Aromen ist steinobstbetont mit deutlichen Marillenanklängen. Auch die Reifung der Weine verhält sich wie beim Rheinriesling. Allerdings kann es unter ungünstigen Umständen genauso zur Entwicklung von Alterungs-Petrolnoten kommen.

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