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Putzscheere

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Putzscheere

  1. Die sehr alte, weiße Rebsorte wurde mehrfach aus dem Tokay importiert, vermutlich bereits im Mittelalter, aber auch im 18. Jahrhundert. Metzger beschrieb sie als Weisser Tokayer. Sie war in Mittel-und Westeuropa als wüchsiger, anspruchsloser und ertragreicher Massenträger  beliebt, heute gibt es noch geringe Bestände in Südwestfrankreich (Armagnac),  Kalifor-nien sowie im Oberrheintal und in Mainfranken. Die Bezeich-nung Putzscheere leitet sich vom ungarischen Namen Butschera ab, der eine Übernahme von Bianchera – Weiße Traube - ist. So nannten sie italienische Siedler, die sie nach dem Mongolensturm im Tokay in verwilderten Weingärten fanden. Sie dienten zuvor zur Produktion von Dessertweinen. Bei Voll-reife liefert die Sorte in Süße und Säure ausbalancierte, alko-holreiche Weine. Allerdings ist sie wegen hohen Ertrags und großer Trauben am Reifelimit. Viele Synonyme belegen die frühere starke Verbreitung: Butschera, Drutsch, Elender, Green Hungarian, Glockauer, Grosser Tokajer, Lelt szölö, Misera, Putscher, Sauerlamper, Talburger, Treitsche, Zuti Krhkopetec. (Quellen: Andreas Jung, Wein-Plus)